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Bundesrat Schneider-Ammann besichtigt Frostschäden

Johann Schneider-Ammann mit Bruno Jud

Am Freitag, 28. April 2017 besuchte Bundesrat Johann Schneider-Ammann im Kanton Waadt vom Frost betroffene Obst- und Weinbaubetriebe. Begleitet wurde er von Staatsrat Philippe Leuba, BLW-Direktor Bernard Lehmann, Nationalrat Jacques Bourgeois und Nationalrat Frédéric Borloz. Für den SOV nahmen Präsident Bruno Jud, Vorstandsmitglied Hansruedi Wirz und Direktor Georg Bregy an der Begehung teil. Am Anlass waren auch die Medien rege vertreten. Die gesamte Delegation bestand aus gut dreissig Personen.

In einer Kirschenanlage liess sich Bundesrat Schneider-Ammann von Bruno Jud das Ausmass der Schäden im Obstbau erläutern. Mit seinem Besuch wolle er den betroffenen Produzenten vorerst vor allem moralische Unterstützung bieten, erklärte der Bundesrat anschliessend.

Alle ziehen am gleichen Strick

Der Anlass ermöglichte auch eine erste Abstimmung des weiteren Vorgehens. In den nächsten Wochen sind die Schäden genauer zu ermitteln, welche nun nach und nach besser quantifiziert werden können. Am 2. Mai 2017 treffen sich der Schweizer Obstverband, der Schweizerische Weinbauernverband und der Schweizer Bauernverband zu einer Koordinationssitzung. Unter Mitwirkung der kantonalen und regionalen Organisationen und der kantonalen Behörden werden Vorschläge für Massnahmen ausgearbeitet. Diese werden mit der Landwirtschaftsdirektorenkonferenz (LDK) besprochen und dem Bundesamt für Landwirtschaft BLW eingereicht.

Eine gemeinsame Stimme in der Öffentlichkeit und breit getragene politische Anträge werden mehr Erfolg haben als Schnellschüsse. Daher begrüsst der SOV dieses abgestimmte Vorgehen. Bis zum Sommer müssten die Massnahmen in den Grundzügen klar sein. Klar ist: Mit dem Ertragsausfall kommt auf viele Betriebe eine schwierige finanzielle Durststrecke zu. Und für künftige solche Schadensereignisse sollte die Branche besser gewappnet sein.