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Einschränkung des Verstellens von Bienen 2018

Bienen

Die für das Verstellen von Bienen geltenden Bestimmungen sind in der Richtlinie Nr. 2 des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) vom
22. Dezember 2006 für die zeitliche Beschränkung des Verstellens von Bienen zur Verhinderung der Einschleppung und Ausbreitung von Feuerbrand festgelegt.

Aufgrund des diffusen Vorkommens von Feuerbrand in der Schweiz, betrifft die Einschränkung des Verstellens von Bienen seit einigen Jahren nur noch das Verbot, Bienen aus dem Nicht-Schutzgebiet in das Schutzgebiet (Wallis) zu verstellen. Für 2018 gelten daher die gleichen Auflagen wie 2017.

Gestützt auf die Verordnung über Pflanzenschutz (SR 916.20 Art. 42 ff) vom 27. Oktober 2010 sowie die Richtlinie Nr. 2 des BLW gilt:

  • Das Verstellen von Bienen aus dem Nicht-Schutzgebiet in das Schutzgebiet sowie innerhalb des Schutzgebietes aus Gemeinden mit Einzelherd in befallsfreie Gemeinden ist zwischen dem 1. April und dem 30. Juni verboten. Das Verbot kann maximal einen Monat verlängert werden, wenn Wirtspflanzen im Befallsgebiet noch in Blüte stehen. Wenn aufgrund der geografischen Lagen oder besonderer klimatischer Verhältnisse die Vegetationsperiode früher beginnt als üblich, kann das Verbot höchstens einen Monat früher angeordnet werden. Diese Massnahme bezieht sich auf das Wandern, den Verkauf oder das Verschenken von Bienenvölkern und Schwärmen sowie das Auf- und Abführen von Begattungskästchen im Zusammenhang mit den Belegstationen.

  • Ausgenommen von den Massnahmen sind: Bienen, die in Höhenlagen über 1'200 m ü. M. verbracht werden; Bienen, die vor dem Verstellen während mindestens zwei Tagen eingesperrt werden oder in Höhenlagen über 1'200 m ü. M. verbracht und dort mindestens zwei Tage bleiben (kommt vor allem für Schwärme, Kleinvölker und Begattungskästchen in Frage, ist aber auch bei Standvölkern möglich; Bienenköniginnen mit Begleitbienen in Zusätzern).

Wir möchten die Imker, welche Bienen verstellen, daran erinnern, dass in gewissen Kantonen weitergehende Bestimmungen gelten. Gegebenenfalls ist daher vor dem Verstellen mit dem kantonalen Pflanzenschutzdienst des Zielgebietes Kontakt aufzunehmen. Es gilt im Weiteren die Bienen verantwortungsvoll zu verstellen. Dabei ist gemeint, dass bei grosser Infektionsgefahr durch Feuerbrand mit dem Verstellen freiwillig noch einige Tage zugewartet wird oder dass die Möglichkeit des Kühlstellens beziehungsweise das Verbringen in Höhenlagen über 1'200 m ü. M. während zwei Tagen genutzt wird. Nach 48 Stunden in Quarantäne gibt es gemäss Literatur keine lebenden Feuerbrandbakterien mehr in einem Bienenvolk.

Aktuelle Informationen betreffend der Feuerbrand-Blüteninfektionsgefahr sind im Internet unter www.feuerbrand.ch publiziert.

Informationen über kantonale Regelungen zur Einschränkung des Verstellens von Bienen sind im Internet unter www.feuerbrand.ch -> Bienenverstellverbot oder bei der kantonalen Fachstelle für Pflanzenschutz erhältlich.