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Johann Schneider-Ammann lud zum Mercosur-Agrar-Gipfel

Politik

Am 20. Februar lud Bundesrat Schneider-Ammann die wichtigsten Branchenorganisationen der Schweizer Landwirtschaft zum Mercosur-Agrar-Gipfel in Bern ein. Im Zentrum stehen die Modalitäten eines Freihandelsabkommen. Bruno Jud vertrat die Schweizer Obstbranche am Gipfel. Auch wenn der Freihandel mit Mercosur-Staaten einige Möglichkeiten bietet, stehen aus der Sicht der Spezialkulturen «Früchte/Beeren» die Risiken im Vordergrund. «Im Umfeld von hoher Kaufkraft und hohem Lebensstandard ist ein Obstbau zu Weltmarktpreisen nicht zu haben!» so Bruno Jud. «Die Schweizer Obstbranche hat bereits einen immensen Strukturwandel vollzogen und produziert hochwertige Früchte mit viel Know-how aus spezialisierten Betrieben. Die Wertschöpfungskette erarbeitet 95 % der Leistung im Markt und die Direktzahlungen betragen beim Obstproduzenten nur 5 % des Grundeinkommens.» Er rät deshalb sensible Produkte, wie Spezialkulturen, aus dem Freihandel auszuschliessen: ohne Grenzschutz geht’s nicht! Die Schweizer Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (SALS-Schweiz) vertritt die gleiche Meinung. Die Risiken für die Landwirtschaft überwiegen die Vorteile und so mahnt die SALS-Schweiz zur Vorsicht. Sie weist darauf hin, dass das Grenzschutzsystem sehr gut funktioniert und rät davon ab, ein System zu ändern das erlaubt, die breit befürwortete regionale Produktion zu fördern.