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Saisonrückblick Sommerfrüchte 2018

Sommerfrüchte

Hubert Zufferey

Die Witterung beeinflusst die Ernten 2018


Im Winter 2017/2018 herrschten in der Schweiz Temperaturen, die mit den Normalen konform waren. In den Bergen fiel im letzten Winter ausgiebig Schnee. Hingegen herrschte im Winter ein Defizit an Sonnenschein, wobei Februar besonders trüb und grau war.
Im März war die Witterung generell von Störungen geprägt. Auf der Alpennordseite fiel mehrmals Schnee bis in die Niederungen. Wegen des oft verhangenen Himmels hatte die warme Märzsonne wenig Wirkung. April 2018 war in der Schweiz sehr sonnig bei vorsommerlichen Temperaturen.
Aufgrund von den hohen Temperaturen und den kargen Niederschlägen waren die Bäume in voller Blüte. Die Kirschbäume blühten unter nicht sehr günstigen Klimabedingungen.
Das Wetter war zu warm und trocken, weshalb die Blüte schnell verging. Die Anzahl Blüten war signifikant und viele Obstarten blühten gleichzeitig. Der Fruchtfall ist sortenabhängig und kann je nach Sorte stärker oder schwächer ausfallen.
Dieses Jahr gab es praktisch keinen Frühlingsfrost, der die Obstkulturen beschädigt hätte. Die Hagelschläge beschränkten sich auf ein paar einzelne und örtlich begrenzte Ereignisse, die in den Kulturen meistens sehr geringfügige Folgen hatten.
Nach dem viertwärmsten Frühling erlebte die Schweiz dann denn drittheissesten Sommer seit Beginn der Messungen 1864.
Der Sommer 2018 erwies sich als äusserst regenarm. Im nationalen Schnitt fielen nur 71 % der Norm 1981-2010.
Juni brachte in einigen Regionen lediglich 20 bis 40 % der normalen Niederschläge. In den Zentral- und Ostalpen war der Juni regional der zweit- bis fünftregenreichste seit Beginn der Messungen 1864.
Der Juli war in vielen Regionen der Schweiz sehr niederschlagsarm. Das Regendefizit war im östlichen Mittelland örtlich sehr ausgeprägt und entlang der östlichen Alpennordseite fielen lediglich 20 bis 30 % der normalen Regenfälle oder sogar noch weniger.
Im August entsprach die Regenmenge 30 bis 80 % der Norm 1981-2010 im Westen und im Nordwesten der Schweiz, jedoch örtlich auch 90 bis 100 %. In den anderen Gebieten der Schweiz fielen 70 bis 100 % der Norm.