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Swiss Agro Forum: Begeisterung als Erfolgsfaktor

SAF

Am 8. September 2017 findet in Bern das Swiss Agro Forum (SAF) zum Thema «Projektmanagement» statt. Von der Initiierung über die Organisation bis zur gelungenen Umsetzung eines Projektes, gilt es zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Pascal Gutknecht, Mitinhaber der Betriebsgemeinschaft Gutknecht Gemüse in Ried bei Kerzers, weiss aus Erfahrung, dass ein Projekt einer guten Planung bedarf. Der betriebseigene Hofladen konnte 2014 dank gutem Teamwork und begeisterten Mitarbeitenden eröffnet werden.

Wie entstand das Projekt des eigenen Hofladens?

Dafür gab es zwei Gründe. Einerseits bestand eine Nachfrage aus der Bevölkerung in der Region, andererseits starteten wir eine strategische Neuausrichtung, um nicht ausschliesslich vom Grosshandel abhängig zu sein. Der Hofladen war eine von verschiedenen Massnahmen, die sich aus der neuen Strategie ergeben hat.

Welches sind für Sie die Erfolgsfaktoren, dass Sie das Projekt erfolgreich umsetzen konnten?

Das sind ganz klar die Mitarbeitenden. Wir konnten damals Leute von unserer Idee begeistern und bei uns anstellen, die mit ihrem Know-how sehr viel zum Erfolg beitrugen und heute immer noch dazu beitragen. Zudem vertrauten wir stets unserem Bauchgefühl.

Wo lagen die Herausforderungen?

Wir mussten herausfinden, was es braucht, um die Leute auf unseren Betrieb zu bringen. Unsere Lage ist nicht im Zentrum, ausserdem sind wir hier mit grossen Maschinen unterwegs. Zudem stellte sich die Frage nach der Frische. Wir wollen frischer sein, als die Mitbewerber, das Produkt darf aber nicht mehr kosten. Und wir wollen eine extrem breite Vielfalt an Produkten anbieten können. Das Thema «Food Waste Verminderung» können wir mit dem Hofladen ebenfalls gut einbinden. Mittlerweile sind genau diese Punkte unsere Erfolgsfaktoren. Gerade die Authentizität ist für unsere Kunden sehr wichtig.

Gutknecht
Von Links nach Rechts: Pascal Gutknecht (Verkauf & Logistik) Karin Gutknecht (Admin) Bruno Gutknecht (Gewächshaus, Ehemann von Karin) Thomas Etter (Freilandproduktion & Biobetrieb)

Wie vermeidet man Konflikte innerhalb eines Projektes?

Ich denke, es braucht vor allem eine gute Organisation. Das ist zwar keine Stärke unserer Branche, was sicherlich auch am verderblichen Produkt liegt. Es ist daher wichtig, dass man flexibel bleibt und Probleme möglichst einfach, unkompliziert und personalschonend löst. Wenn man die Leute einbezieht, sie machen lässt und für ein Projekt begeistern kann, fällt auch die Konfliktlösung einfacher.

Mit welchen Erwartungen nehmen Sie am SAF teil?

Es wird sicher interessant zu hören, wie die verschiedenen Persönlichkeiten funktionieren. Projektmanagement hängt für mich vor allem davon ab, wie man mit Mitarbeitenden umgeht und sie führt. Da bin ich gespannt auf die verschiedenen Erfahrungen der Referenten.

 

Swiss Agro Forum
Freitag, 8. September 2017 / Feusi Bildungszentrum Bern
www.swissagroforum.ch